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Unser Herbstkonzert

Return to culture – unter dieses Motto hatte der Musikverein sein diesjähriges Herbstkonzert gestellt- Angelehnt war der Titel an den Konzertbeitrag „Return to Ithaka“, eine Komposition des Niederländers Kees Vlak. Das eindrucksvolle Tongemälde beschreibt die 10 Jahre dauernde Irrfahrt des Odysseus bis zu dessen glücklicher Heimkehr zu seiner Insel und vor allem zu seiner treuen Frau Penelope. Und so hoffte man bei der Planung des Konzertes sicherlich, dass mit dem Return to culture auch endlich wieder nach 2 Jahren Konzertpause ein unbeschwerter Musikgenuss erlebbar würde. Dass dem nicht so war, muss nicht extra erwähnt werden. Mit einem sehr achtsamen Umgang mit den notwendigen Hygienemaßnahmen, strenger als die Gesetzeslage es vorgab (für die Zuhörenden große Abstände sowie 2G+ für die Musizierenden), entschied man sich dennoch für dessen Umsetzung.Dabei zeigten sich die Orchester des Vereines in Bestform:Unter dem Dirigat des künstlerischen Leiters des Konzertes Michael Saffer wurde ein anspruchvolles und sehr abwechslungsreiches Programm erarbeitet: Nicht nur die furiose griechisch klingenden Tänze und die kammermusikalischen lyrischen Passagen des oben erwähnten Werkes ließen aufhorchen. Auch mitreißender und inspirierender irischer Folk (Carl Wittrock: Lord Tullamore), Programmmusik zur nordischen Mythologie, angelehnt an Richard Wagner in „Fate of the gods“ von Steven Reinekesowie unterhaltsame Filmmusik aus dem „Fluch der Karibik“erfreute das Publikum. Die böhmische Runde ließ die Sehnsucht nach Kirchweih und Dorffest in den Zuhörern aufkeimen. Ein besonders Highlight stellte die Bayrische Polka mit dem jungen talentierten Posaunisten Felix Ehrenberg als Solisten dar. Auch das Symphonische Vororchester unter ihrer neuen Dirigentin Monika Herbst riss mit einer beschwingten Fiesta (Fritz Neuböck) mit und entführte stimmgsvoll in das schottische Hochland (Highland Legend, John Moss).Überraschend und sehr erfreulich auch der Auftritt des Nachwuchses: Die Bläserklassen der Grundschule Strullendorf unter der Leitung von Robert Dreksler sowie das Schülerorchester des Vereines unter Monika Losgar zeigten mit ihren Beiträgen nach der Pause große Spielfreude und bewiesen trotz widrigster Umstände und Lockdowns: Wir sind noch da, wir lernen und wir engagieren uns. Wehrmutstropfen dabei war natürlich, dass nahezu in jedem Instrumentalregister ein Kind durch Quarantäne fehlte und so beim Konzertdebüt nicht dabei sein konnte.Zu einem  besonderen Programmpunkt holte die Vorsitzende Natalie Goller Heidi Pfister auf die Bühne. Ihr wurde im Rahmen des Konzertes die Ehrenmitgliedsurkunde überreicht. Als langjährige aktive Musikerin stellte sie sich 20 Jahre in Vereinsausschuss und Vorstandschaft in den Dienst des Vereines, 10 Jahre lang begleitete sie davon den Posten der 2. Vorsitzenden. Neben vielfältiger Aufgaben (u. a. plante sie als Architektin den Vereinsheimbau) schlug ihr Herz all die Jahre besonders für die Nachwuchsarbeit. Hier ein Zitat aus der Laudatio von der ersten Vorsitzenden Natalie Goller: „2003 begann Heidi Bläserklassen aufzubauen, um Nachwuchs für den Verein zu sichern. Sie suchte auch über die Gemeindegrenzen hinaus nach Kindern, die Lust hatten, ein Instrument zu lernen, warb für das Musizieren und baute über die Jahre eine Struktur auf, die dem Verein bis heute mit Bläsernachwuchs versorgt. Darüber hinaus kümmerte sie sich hingebungsvoll um alle jungen Musiker und Musikerinnen, organisierte Ausflüge, Wertungsspiele, Probewochenende und war jederzeit eine Ansprechpartnerin für die Kinder als auch für die Eltern.“ Daher wurde sie nach ihrem Ausscheiden im März 2019 in der Jahreshauptversammlung einstimmig zum Ehrenmitglied ernannt, das erste Konzert seitdem bildete nun endlich den feierlichen Rahmen dazu.Erst nach mehreren Zugaben entließ das Publikum das Symphonische Blasorchester von der Bühne. Es wurde deutlich, dass auch diese, wie auch die Orchester selbst, ein solches Ereignis herbeigesehnt hatten. Es bleibt zu hoffen, dass es nicht wie bei Odysseus zu neuen Irrfahrten kommt, sondern dass der Musikverein 2022 endlich in seinem Jubiläumsjahr zum 50jährigen Bestehen vielfältig das Kulturelle Leben in und um Strullendorf bereichern wird. 

 

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